Liebe Bundesregierung, sehr geehrte Frau Merkel,
wen meinen Sie eigentlich, wenn Sie sagen, wir hätten jahrelang über unsere Verhältnisse gelebt? Ich jedenfalls habe das nämlich ganz sicher nicht getan. Ich gebe nur das Geld aus, das ich habe.
Ich zahle Steuern, bin gesetzlich krankenversichert und sorge privat für das Alter vor.
Ich habe mich durch Ihre Abwrackprämie nicht dazu verlocken lassen, einen überflüssigen Neuwagen zu kaufen, ich bin kein Hotelier und kein Milchbauer.
Und "Freibier für alle" habe ich auch noch nie verlangt. Wer war wirklich maßlos?
Meinen Sie vielleicht die Arbeitslosen und Hartz IV-Bezieher, bei denen jetzt gekürzt werden soll?
Meinen Sie die Zeit- und Leiharbeiter, die nicht wissen, wie lange sie ihren Job noch haben?
Oder meinen Sie die Normalverdiener, denen immer weniger netto vom brutto übrigbleibt?
Haben die etwa alle "über ihre Verhältnisse" gelebt?
Nein, maßlos waren und sind ganz andere: Zum Beispiel die Banken, die erst mit hochriskanten Geschäften Kasse machen,
dann Milliarden in den Sand setzen, sich vom Steuerzahler retten lassen und nun einfach weiterzocken als ob nichts gewesen wäre.
Mehr Beispiele gefällig?
Zum Beispiel ein beleidigter Bundespräsident, der es sich leisten kann Knall auf Fall seinen Posten einfach hinzuwerfen - sein Gehalt läuft ja bis zum Lebensende weiter, Dienstwagen, Büro und Sekretärin inklusive.
Zum Beispiel die Politik, die unfassbare Schuldenberge aufhäuft und dann in Sonntagsreden über "Generationengerechtigkeit" schwadroniert.
Die von millionenteuren Stadtschlössern träumt und zulässt, dass es in Schulen und Kindergärten reinregnet.
Die in guten Zeiten Geld verpulvert und in der Krise dann den Gürtel plötzlich enger schnallen will, aber immer nur bei den anderen und nie bei sich selbst.
Liebe Frau Bundeskanzlerin, nicht die Menschen, sondern der Staat hat dank Ihrer tätigen Mithilfe möglicherweise über seine Verhältnisse gelebt.
Ganz sicher aber wird er unter seinen Möglichkeiten regiert.
Mit - verhältnismäßig - freundlichen Grüßen,
Ihr Stephan Ueberbach
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Montag, 11. Oktober 2010
Samstag, 25. Juli 2009
Biss
„Wenn Horst Seehofer sagt, die CSU habe wieder Biss, da sage ich: Das ist schön. Beißt die Richtigen, und dann wird´s gut.”
Angela Merkel (*1954), dt. Politikerin (CDU) und Bundeskanzlerin seit 2005,
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Angela Merkel (*1954), dt. Politikerin (CDU) und Bundeskanzlerin seit 2005,
Quelle: Süddeutsche Zeitung
Samstag, 27. Juni 2009
Verkehrte Welt
Es muss uns zu denken geben, wenn Menschen vielen Wirtschaftsführern und Politikern keinerlei Glaubwürdigkeit mehr zubilligen.
Wendelin Wiedeking (1952) Porsche - Chef
Wendelin Wiedeking (1952) Porsche - Chef
Ich hatte dieses Zitat schon einmal gepostet, ohne damals zu wissen, dass die Firma Porsche tief in der Krise steckt und verzweifelt versucht sich unter den Rettungsschirm diverser Staatsfonds und/oder quatarischen Investoren zu bringen. Wie glaubwürdig ist nun ein Herr Wiedeking? Auf einmal sind alle Politiker Gutmenschen, wenn sie eine Firma retten sollen? Oder sollte ich mal salopp sagen: Herr Wiedeking, nicht so groß die Klappe aufreißen demnächst; lieber gleich die (leeren) Geldsäckel mitnehmen ...
Mittwoch, 11. Februar 2009
Wirtschaft, Rezession, Politik
... heute einmal ein paar Zitate aus diesem Bereich
Rezession: vornehmer Ausdruck für das brutale Wort Wirtschaftskrise. Unsere Vorfahren nannten es schlicht und einfach schlechte Zeiten.
Anonym
Bankraub: eine Initiative für Dilettanten.
Wahre Profis gründen eine Bank.
Berthold Brecht (1898 - 1956)
Deutscher Dramatiker
Es muss uns zu denken geben, wenn Menschen vielen Wirtschaftsführern und Politikern keinerlei Glaubwürdigkeit mehr zubilligen.
Wendelin Wiedeking (1952)
Porsche - Chef
An der Börse gibt's nur Schmerzensgeld. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld!
André Kostolany (1906 - 1999), Börsenguru
Rezession: vornehmer Ausdruck für das brutale Wort Wirtschaftskrise. Unsere Vorfahren nannten es schlicht und einfach schlechte Zeiten.
Anonym
Bankraub: eine Initiative für Dilettanten.
Wahre Profis gründen eine Bank.
Berthold Brecht (1898 - 1956)
Deutscher Dramatiker
Es muss uns zu denken geben, wenn Menschen vielen Wirtschaftsführern und Politikern keinerlei Glaubwürdigkeit mehr zubilligen.
Wendelin Wiedeking (1952)
Porsche - Chef
An der Börse gibt's nur Schmerzensgeld. Erst kommen die Schmerzen, dann das Geld!
André Kostolany (1906 - 1999), Börsenguru
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